Tag Archives: Roboter

AI Visions and Narratives in Berlin

Am 17. und 18. September 2020 fand in Berlin die Konferenz “AI Visions and Narratives” des Present Futures Forum der TU Berlin in Kooperation mit dem
Leverhulme Centre for the Future of Intelligence (CFI) der University of Cambridge statt. Zusammen mit Kanta Dihal, Christopher Coenen und Wenzel Mehnert war ich Teil des Eröffnungspanels zum Thema “Imagining the future: fiction”. In meinen Talk wies ich auf die Diskrepanz zwischen der Darstellung von Künstlicher Intelligenz in Filmen als allmächtige Maschinen oder menschliche Roboter und den bereits existierenden Risiken durch KI wie Diskriminierung und Überwachung hin. Maschinen und Roboter im Filmen sollten metaphorisch gedeutet werden – nicht als reale technische Möglichkeit.

Science-Fiction in Nature Machine Intelligence

In der 2020er November-Ausgabe von Nature Machine Intelligence veröffentlichte ich den Kommentar “Beware of fictional AI narratives”. In dem Beitrag äußere ich die Besorgnis, dass Künstliche Intelligenz in der Science-Fiction als tatsächliche Darstellung der Technik zu wörtlich genommen wird (z.B. dass Maschinen tatsächlich Akteursqualitäten entwickeln), und so von den realen aktuellen Herausforderungen wie Überwachung und Diskriminierung durch KI-Systeme abgelenkt wird. Dabei handelt es sich bei den Maschinen und Robotern in der Science-Fiction um Metaphern für menschliche und soziale Problematiken.

Berlin Sci-fi Filmfest 2019

Das Berlin Sci-fi Filmfest fand zum dritten Mal im Kino Babylon in Berlin Mitte statt.

Als Festival Associate des Berlin Sci-fi Filmfest bin ich im Selection Committee der Filme und Mitglied der Preisjury. Das zwei-tätigige Festival, das am 29. und 30. November 2019 im Kino Babylon in Berlin Mitte stattfand, erstreckt sich aber nicht nur auf Science-Fiction Short- und Featurefilme, sondern bietet Lesungen, Workshops, Paneldiskussionen und Musik…

Das Festival-Team v.l.n.r.: Direktor Anthony Straeger, Festival Associate Isabella Hermann, Direktor Alexander Pfander

Ich selbst moderierte eine Lesung des Science-Fiction Autors Jens Lubbadeh, der aus seinem neuen Roman “Transfusion” vorlas und organisierte das Panel “Projects of a Digital Future – interventions and talk” wo meine Panelgäste ihre jeweiligen Projekte zu Digitalisierung und KI vorstellten und danach mit dem Publikum diskutierten:

  • Bronwen Deacon vom Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) präsentierte das Projekt 2040, bei dem Wissenschaftler in eine Schreibwerkstatt eingeladen wurden, um ihre utopische Vision einer digitalen Zukunft zu Papier zu bringen
  • Frithjof Nagel von der Gesellschaft für Informatik (GI) stellte die Umfrage der GI zum Einfluss von Science-Fiction auf das öffentliche Bild von Künstlicher Intelligenz vor
  • Niccolo Pescetelli vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und ehemals
    Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeigte das MIT-Project BeeMe – in dem Real-Life-Spiel wurde eine echte Person live von Mitspielern gesteuert um die Menschheit vor einer außer Kontrolle geratenen KI zu retten
  • Als Special Guest war Carylanna Taylor dabei, die mit ihrem Film Anya auf dem Filmfest vertreten war und als Filmemacherin und Wissenschaftlerin auf faktenbasierte Science-Fiction setzt
V.l.n.r.: Carylanna Taylor, Isabella Hermann, Niccolo Pescetelli, Bronwen Deacon, Frithjof Nagel

Science-Fiction auf dem KI Camp – mit Radio-Intervention

Auf dem KI-Camp des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Gesellschaft für Informatik am 5. Dezember 2019 sprach ich passenderweise in einem kleinen Kino zur Darstellung von Künstlicher Intelligenz in der Science-Fiction – bzw. zur aktuellen Fehldeutung der in Filmen dargestellten bewussten Computersysteme und menschlichen Robotern.

Am Rande des KI-Camps gab es die Aufzeichnung der Deutschen Welle “New Peers Review” zum Thema Artificial Intelligence – zum Nachhören hier.

KI und Ethik auf dem ASQF Quality Day

Beim 6. Quality Day des Arbeitskreises Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF), der beim Fraunhofer Fokus am 19. November 2019 in Berlin stattfand, sprach ich über KI und Ethik. Fazit: Inhärent ethische Maschinen gibt es nicht, weil Ethik zu komplex ist, um sie “von” oben in Maschinen zu programmieren oder “von unten” durch Mustererkennung aus Daten zu “erlernen”. Im Nachgang gab ich dem SQ Magazin ein Interview zu KI und Verantwortung.

Künstliche Intelligenz*innen

Am 10. Oktober 2019 gab ich einen Impuls zu KI und Ethik auf der Veranstaltung „Künstliche Intelligenz*innen – Die Vorurteile der lernenden Maschine” des Futuriums zusammen mit dem Weizenbaum Institut. In verschiedenen Vorträgen und Performances ging es um Diskriminierung und Bias von KI-Systemen. Auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gibt es eine Zusammenfassung der Veranstaltung.

Mankind is no longer alone…

Im Philosophieblog praefaktisch.de veröffentlichte ich meinen Beitrag “Mankind is no longer alone – Über den Sinn und Unsinn der Asimov’schen Roboter-Gesetze”. Dort lege ich dar, dass Asimovs berühmte drei bzw. vier Grundregeln keine Orientierung für den ethischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder Roboter geben können, weil die Gesetze in den Robotergeschichten gerade nicht funktionieren – sie sind ein erzählerisches Mittel für spannende Geschichten.

Science-Fiction und KI auf dem DHZB Lange Symposium

Auf dem DHZB Lange Symposium 2019 des Deutschen Herzzentrums am 21./22. September hielt ich eine Keynote zum Thema Künstliche Intelligenz in der Medizin am Beispiel von Science-Fiction-Filmen. Insbesondere verwendete ich die in der Science-Fiction häufig gebrauchte Trope der “Autonomous Medical Pods” um an Filmbeispielen zu zeigen, dass es sich um eine metaphorische Darstellung von menschlichem Wunschdenken handelt, und nicht um den realen Entwicklungsstand der Technik.

Science-Fiction und KI in Neu Delhi

Am 13. September 2019 war ich vom Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus in Neu Delhi, Indien, für den Science Talk mit Film Screening “Dystopian Futures of the Past: Artificial Intelligence and its Social Impact through Film and Literature” eingeladen. In meinem Vortrag mit dem Titel “Artificial Intelligence – Not Magic, But Technology!” sprach ich über verzerrte Darstellung von KI-basierter Technik in Science-Fiction Filmen. Mit von der Partie war Dr. Veena Hariharan, die sich die ewig gleiche Darstellung von “Fembots” in Filmen zum Thema machte.

Dr. Veena Hariharan, Dr. Isabella Hermann, Dr. Matthias Kiesselbach