Dystopien – Angriff auf die Idylle in Mainz

Am 11. Februar 2016 fand in Mainz in Kooperation mit der Büchereiarbeit des Bistums Mainz, dem Pädagogischen Zentrum der Bistümer des Landes Hessen und der Phantastischen Bibliothek Wetzlar die Veranstaltung “Angriff auf die Idylle” statt, wo ich als Rednerin zum Thema “Dystopien in Science-Fiction als Spiegel unserer Zukunftsängste” sprach.

Worum ging es?

In vielen aktuellen Filmen und (Jugend-)Büchern werden negative Gesellschaftsszenarien, so genannte „Dystopien“, beschrieben. Dabei geht es um Unterdrückung und Diktatur, um Kastensysteme, um Zensur und Kontrolle, um zerstört Welten (Natur, gesellschaftliche und politische Systeme, Infrastruktur) und um die entsprechende Befreiung aus diesen Zwängen. Vorreiter dieser zahlreichen dystopischen Romane und Filme des 21. Jahrhunderts lassen sich zu genüge nennen: Huxleys „Schöne neue Welt“ oder Orwells „1984“.

Es stellt sich die Frage, warum gerade diese Gattung solch eine Faszination, v.a. auch auf junge Menschen, ausübt. Science-Fiction kann hierbei als kritischer Diskurs unserer aktuellen ethisch-gesellschaftlichen Probleme unter Extrembedingungen wie Technologiesprünge, Weltende oder Konfrontation mit dem Anderen verstanden werden. In negativen Zukunftskonzeptionen konfrontieren uns Filme und Romane mit den Ängsten rund um unsere zivilisatorische Entwicklung, sei es totale Kontrolle, Roboterherrschaft oder Leben im Cyberspace. Solche dystopischen Schauplätze fordern uns heraus, darüber nachzudenken, in welcher Welt wir jetzt und in Zukunft leben wollen.

Vortrag zum Thema “Dystopien in Science-Fiction als Spiegel unserer Zukunftsängste”