Category Archives: Publikationen/Podcasts

Science-Fiction in der brand eins

In der Januar-Ausgabe 2022 der brand eins interviewte mich Christoph Koch zum unter dem Titel „Neue kreative und originelle Denkräume erschließen“ zum Thema Science-Fiction.

Auch im detektor.fm Podcast von brand eins gab es dazu eine Episode unter dem Titel “Science Fictino weist deutlich auf Ängste und Trends hin”.

Die Dystopie ist da, die Utopie ist tot – es lebe die Anti-Dystopie!

In der Zeitschrift für Fantastikforschung erschien Anfang 2022 mein Essay zum Konzept der Anti-Dystopie, Dabei beginne ich mit einem Zitat des Philosophen Timothy Morton aus seiner “Dark Ecology”:

I recently switched my power provider to 100% wind. For the first few days I felt efficient and virtuous and pure, until I realised that what was really the case now was that I could have a rave in every single room of my house and do no harm to Earth.

Timothy Morton

Science-Fiction in AI & Society

Für AI & Society veröffentlichte ich den Artikel Artificial intelligence in fiction: between narratives and metaphors. Hier das Abstract:

Hier das Abstract: Science-fiction (SF) has become a reference point in the discourse on the ethics and risks surrounding artificial intelligence (AI). Thus, AI in SF—science-fictional AI—is considered part of a larger corpus of ‘AI narratives’ that are analysed as shaping the fears and hopes of the technology. SF, however, is not a foresight or technology assessment, but tells dramas for a human audience. To make the drama work, AI is often portrayed as human-like or autonomous, regardless of the actual technological limitations. Taking science-fictional AI too literally, and even applying it to science communication, paints a distorted image of the technology’s current potential and distracts from the real-world implications and risks of AI. These risks are not about humanoid robots or conscious machines, but about the scoring, nudging, discrimination, exploitation, and surveillance of humans by AI technologies through governments and corporations. AI in SF, on the other hand, is a trope as part of a genre-specific mega-text that is better understood as a dramatic means and metaphor to reflect on the human condition and socio-political issues beyond technology.

Berlin Sci-fi goes online

Das Berlin Sci-fi Filmfest sollte am 27./28. November 2020 wie die letzten drei Jahre live im historischen Kino Babylon in Berlin Mitte stattfinden – mit Red Carpet, Exhibits, Events, Panels und viel Platz fürs Networken in der Lobby…but: Corona killed the Festival-Star

So sind wir kurzerhand auf die Streaming-Plattform Xerb.tv umgestiegen und boten dort eine einwöchige online Festival-Experience mit ausgewählten Film-Sessions, virtuellen Meet-ups der Filmemacher und natürlich den Jury Awards! Hier gehts zu unserem Awards-Video mit Ausschnitten der Gewinnerfilme: Video

Im Zuge des Festivals freuten wir uns über schöne Beiträge auf der Deutschen Welle und in der FAZ.

Unser Berlin Sci-fi Kick-off event mit Filmmachern und uns Filmdirektoren zum Erfahrungsaustausch.

Science-Fiction in Nature Machine Intelligence

In der 2020er November-Ausgabe von Nature Machine Intelligence veröffentlichte ich den Kommentar “Beware of fictional AI narratives”. In dem Beitrag äußere ich die Besorgnis, dass Künstliche Intelligenz in der Science-Fiction als tatsächliche Darstellung der Technik zu wörtlich genommen wird (z.B. dass Maschinen tatsächlich Akteursqualitäten entwickeln), und so von den realen aktuellen Herausforderungen wie Überwachung und Diskriminierung durch KI-Systeme abgelenkt wird. Dabei handelt es sich bei den Maschinen und Robotern in der Science-Fiction um Metaphern für menschliche und soziale Problematiken.

Science-Fiction zum Anhören in der Edition Zukunft

Für den Podcast “Edition Zukunft” von Der Standard sprach ich mit Olivera Stajić darüber, was wir von Science-Fiction über Politik lernen können.

Hier der Teaser: Die Wechselwirkung zwischen Science-Fiction und Forschung und Gesellschaft ist bekannt. Oft sind neue Technologien von Filmen und den Gimmicks, die dort imaginiert werden, inspiriert. Meist sei das ethisch unproblematisch. Doch manchmal geht es auch um bedenkliche Entwicklungen, die unreflektiert übernommen werden, sagt die Politologin Isabella Hermann und nennt dabei Beispiele wie die Gesichtserkennung oder Implantate. Hermann untersucht, wie in der Science-Fiction – dem Genre der Zukunft – der technische Fortschritt dargestellt wird, welche Auswirkungen Technik auf die uns bekannten sozialpolitischen Strukturen hat und was uns das alles über die Werteverständnisse unserer Gegenwart verrät.

Science-Fiction als Gegenwartskommentar bei 1e9

Im Juli 2020 gab ich Aleksandra Sowa (alias Kryptomania) für 1e9 ein Interview zum Thema, ob und wie uns Science-Fiction in und nach Krisenzeiten als Wegweiser und Begleiter dienen kann.

#tldr: Science-Fiction hilft uns mehr bei der Diagnose als bei der Therapie unserer Probleme – dies zu reflektieren und zu diskutieren, kann uns aber bei der Lösungsfindung helfen.

The Manifesto in the year 2040

Im Mai 2019 nahm ich mit rund einem dutzend weiteren internationalen Wissenschaftler*innen auf Einladung des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft am “twentyforty”-Projekt teil. Wir waren für fünf Tage in einem Workation-Retreat in Brandenburg eingeladen, um mit einem Creative-Coach and einer Workflow-Trainerin fiktive utopische Stories (keine wissenschaftlichen Texte!) über Digitalisierung und KI für einen gemeinsamen Sammelband zu schreiben. Die Veröffentlichung wurde mit einer Ausstellung und Vernissage gefeiert.

Die teilnehmenden Wissenschaftler*innen und Projektverantwortlichen vom HIIG des Projekts “twentyforty”.

In meiner Geschichte mit dem Titel “The Manifesto” leben wir in der Zukunft in einer von KI-Systemen optimierten Welt – wir können nur gegensteuern, indem wir Fehler in die Algorithmen einbauen: “The short story “The Manifesto” shows us how far artificial intelligence (AI) has progressed by the year 2040 from the perspective of an entry from the official “European Political Information Service.” AI basically means optimization. Accordingly, applying AI-based systems when it comes to social life means trying to make our lives more efficient. The underlying rationale of all kinds of social algorithms is that we can solve social problems technologically if we only have enough data and computing power. But what is the goal of this optimization and strive for efficiency? Is it really what is important for us in our lives, or is it rather the goals of companies and states that are hardwired into the software? Will we become increasingly unfree, other-directed, and intellectually bored without even noticing it? Will humans ultimately become like machines?”

Zum Projekt spreche ich auch im Podcast Europarama; außerdem gibt es eine Verfilmung von Helena Kühnemann und Kathrin Unger von “The Manifesto”