Category Archives: Publikationen/Podcasts

Science-Fiction in Nature Machine Intelligence

In der 2020er November-Ausgabe von Nature Machine Intelligence veröffentlichte ich den Kommentar “Beware of fictional AI narratives”. In dem Beitrag äußere ich die Besorgnis, dass Künstliche Intelligenz in der Science-Fiction als tatsächliche Darstellung der Technik zu wörtlich genommen wird (z.B. dass Maschinen tatsächlich Akteursqualitäten entwickeln), und so von den realen aktuellen Herausforderungen wie Überwachung und Diskriminierung durch KI-Systeme abgelenkt wird. Dabei handelt es sich bei den Maschinen und Robotern in der Science-Fiction um Metaphern für menschliche und soziale Problematiken.

Science-Fiction zum Anhören in der Edition Zukunft

Für den Podcast “Edition Zukunft” von Der Standard sprach ich mit Olivera Stajić darüber, was wir von Science-Fiction über Politik lernen können.

Hier der Teaser: Die Wechselwirkung zwischen Science-Fiction und Forschung und Gesellschaft ist bekannt. Oft sind neue Technologien von Filmen und den Gimmicks, die dort imaginiert werden, inspiriert. Meist sei das ethisch unproblematisch. Doch manchmal geht es auch um bedenkliche Entwicklungen, die unreflektiert übernommen werden, sagt die Politologin Isabella Hermann und nennt dabei Beispiele wie die Gesichtserkennung oder Implantate. Hermann untersucht, wie in der Science-Fiction – dem Genre der Zukunft – der technische Fortschritt dargestellt wird, welche Auswirkungen Technik auf die uns bekannten sozialpolitischen Strukturen hat und was uns das alles über die Werteverständnisse unserer Gegenwart verrät.

Science-Fiction als Gegenwartskommentar bei 1e9

Im Juli 2020 gab ich Aleksandra Sowa (alias Kryptomania) für 1e9 ein Interview zum Thema, ob und wie uns Science-Fiction in und nach Krisenzeiten als Wegweiser und Begleiter dienen kann.

#tldr: Science-Fiction hilft uns mehr bei der Diagnose als bei der Therapie unserer Probleme – dies zu reflektieren und zu diskutieren, kann uns aber bei der Lösungsfindung helfen.

The Manifesto in the year 2040

Im Mai 2019 nahm ich mit rund einem dutzend weiteren internationalen Wissenschaftler*innen auf Einladung des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft am “twentyforty”-Projekt teil. Wir waren für fünf Tage in einem Workation-Retreat in Brandenburg eingeladen, um mit einem Creative-Coach and einer Workflow-Trainerin fiktive utopische Stories (keine wissenschaftlichen Texte!) über Digitalisierung und KI für einen gemeinsamen Sammelband zu schreiben. Die Veröffentlichung wurde mit einer Ausstellung und Vernissage gefeiert.

Die teilnehmenden Wissenschaftler*innen und Projektverantwortlichen vom HIIG des Projekts “twentyforty”.

In meiner Geschichte mit dem Titel “The Manifesto” leben wir in der Zukunft in einer von KI-Systemen optimierten Welt – wir können nur gegensteuern, indem wir Fehler in die Algorithmen einbauen: “The short story “The Manifesto” shows us how far artificial intelligence (AI) has progressed by the year 2040 from the perspective of an entry from the official “European Political Information Service.” AI basically means optimization. Accordingly, applying AI-based systems when it comes to social life means trying to make our lives more efficient. The underlying rationale of all kinds of social algorithms is that we can solve social problems technologically if we only have enough data and computing power. But what is the goal of this optimization and strive for efficiency? Is it really what is important for us in our lives, or is it rather the goals of companies and states that are hardwired into the software? Will we become increasingly unfree, other-directed, and intellectually bored without even noticing it? Will humans ultimately become like machines?”

Zum Projekt spreche ich auch im Podcast Europarama; außerdem gibt es eine Verfilmung von Helena Kühnemann und Kathrin Unger von “The Manifesto”

Mankind is no longer alone…

Im Philosophieblog praefaktisch.de veröffentlichte ich meinen Beitrag “Mankind is no longer alone – Über den Sinn und Unsinn der Asimov’schen Roboter-Gesetze”. Dort lege ich dar, dass Asimovs berühmte drei bzw. vier Grundregeln keine Orientierung für den ethischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder Roboter geben können, weil die Gesetze in den Robotergeschichten gerade nicht funktionieren – sie sind ein erzählerisches Mittel für spannende Geschichten.

Wie kommt Ethik in die Maschine?

Wenn die Menschen es klug anstellen, hilft Künstliche Intelligenz nicht nur in wirtschaftlichen Prozessen, sondern verbessert auch das gesellschaftliche Miteinander.

Mein Debattenbeitrag für Tagesspiegel Causa fragt, ob Maschinen nicht die besseren Menschen sein könnten.