Author Archives: isabellahermann

KI im Bundespresseamt

Am 30. Januar 2020 moderierte ich die öffentliche Abendveranstaltung “Digitale Arbeitswelt und intelligente Medizin” im Bundespresseamt in Kooperation mit der Einstein Stiftung Berlin. Die angekündigten Bundesminister Hubertus Heil und Jens Spahn waren leider gezwungen kurzfristig abzusagen (Jens Spahn musste sich bereits in einer Talkrunde zu der sich in Europa anbahnenden Corona-Krise äußern) – doch mit den vertretenden Staatssekretären Björn Böhning und Dr. Thomas Gebhardt, den Wissenschaftler*innen Prof. Dr. Anastasia Danilov und Prof. Dr. Roland Eils sowie den Unternehmern Chris Boos und Dr. Andreas Lemke waren die beiden Panelrunden hochkarätig und inhaltlich fundiert besetzt. Wichtige Themen waren die mögliche Überwachung von Arbeitnehmer*innen durch KI-Systeme und die mangelnde Datenlage über den Einsatz von KI in der Arbeitswelt, sowie das Thema Datenspende in der Medizin zur Entwicklung von besseren KI-Diagnose-Systemen, aber auch die Fehleranfälligkeit von medizinischen KI-Anwendungen. Der Live-Stream genierte über 1000 Klicks – hier zum Nachschauen.

Dr. Isabella Hermann, Prof. Dr. Anastasia Danilov, Chris Boos, Björn Böhning.

Berlin Sci-fi Filmfest 2019

Das Berlin Sci-fi Filmfest fand zum dritten Mal im Kino Babylon in Berlin Mitte statt.

Als Festival Associate des Berlin Sci-fi Filmfest bin ich im Selection Committee der Filme und Mitglied der Preisjury. Das zwei-tätigige Festival, das am 29. und 30. November 2019 im Kino Babylon in Berlin Mitte stattfand, erstreckt sich aber nicht nur auf Science-Fiction Short- und Featurefilme, sondern bietet Lesungen, Workshops, Paneldiskussionen und Musik…

Das Festival-Team v.l.n.r.: Direktor Anthony Straeger, Festival Associate Isabella Hermann, Direktor Alexander Pfander

Ich selbst moderierte eine Lesung des Science-Fiction Autors Jens Lubbadeh, der aus seinem neuen Roman “Transfusion” vorlas und organisierte das Panel “Projects of a Digital Future – interventions and talk” wo meine Panelgäste ihre jeweiligen Projekte zu Digitalisierung und KI vorstellten und danach mit dem Publikum diskutierten:

  • Bronwen Deacon vom Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) präsentierte das Projekt 2040, bei dem Wissenschaftler in eine Schreibwerkstatt eingeladen wurden, um ihre utopische Vision einer digitalen Zukunft zu Papier zu bringen
  • Frithjof Nagel von der Gesellschaft für Informatik (GI) stellte die Umfrage der GI zum Einfluss von Science-Fiction auf das öffentliche Bild von Künstlicher Intelligenz vor
  • Niccolo Pescetelli vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und ehemals
    Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeigte das MIT-Project BeeMe – in dem Real-Life-Spiel wurde eine echte Person live von Mitspielern gesteuert um die Menschheit vor einer außer Kontrolle geratenen KI zu retten
  • Als Special Guest war Carylanna Taylor dabei, die mit ihrem Film Anya auf dem Filmfest vertreten war und als Filmemacherin und Wissenschaftlerin auf faktenbasierte Science-Fiction setzt
V.l.n.r.: Carylanna Taylor, Isabella Hermann, Niccolo Pescetelli, Bronwen Deacon, Frithjof Nagel

Science-Fiction auf dem KI Camp – mit Radio-Intervention

Auf dem KI-Camp des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Gesellschaft für Informatik am 5. Dezember 2019 sprach ich passenderweise in einem kleinen Kino zur Darstellung von Künstlicher Intelligenz in der Science-Fiction – bzw. zur aktuellen Fehldeutung der in Filmen dargestellten bewussten Computersysteme und menschlichen Robotern.

Am Rande des KI-Camps gab es die Aufzeichnung der Deutschen Welle “New Peers Review” zum Thema Artificial Intelligence – zum Nachhören hier.

Stanley Kubrick auf dem VDE Hauptstadtforum

Am 25. November 2019 hielt ich die Keynote auf dem VDE Hauptstadtforum mit dem auf Stanley Kubricks “2001: A Space Odyssey” verweisenden Titel “It can only be attributable to human error”. Unten ein Ausschnitt aus der Event-Zusammenfassung, die sich hier komplett nachlesen lässt.

‘Nach der Begrüßung durch die Berliner VDE-Repräsentatin Sabine Schattke stellte die Politik-Wissenschaftlerin Dr. Isabella Hermann, die in der BBAW die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Verantwortung: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ koordiniert, die Herausforderungen dar, die die Fortschritte der Künstliche Intelligenz an die Ethik der Forscher und Ingenieure sowie den Regulierungsbedarf durch die Politik stellen. Das Spannungsfeld zwischen Mensch und zunehmend autonom agierender Maschine hatte Frau Hermann unter ein Zitat aus dem Science Fiction-Film von Stanley Kubrick „2001- Odysee im Weltraum“ gestellt. „Es kann sich nur um einen menschlichen Fehler handeln“, diagnostiert darin der Supercomputer „Hal 9000“, als im Raumschiff ein technisches Problem auftritt. Da die Störung tatsächlich aber auf einer Fehlfunktion der Rechners beruht, agiert die Maschine mit ihrer verdrängenden Schuldzuweisung eher wie ein Mensch. KI-Spezialistin Hermann führte eine Reihe von Beispielen an, wie in der heutigen KI viele menschliche Annahmen stecken, die mitunter zu fatalen Ergebnissen führen. So etwa bei der Klassifizierung der Fotos von Menschen mit dunkler Hautfarbe als „Gorillas“, was letztlich auf einem zweideutigen Code der Programmierer beruhte, die „Menschen“ mit „weiße Hautfarbe“ gleichsetzten „Technik ist immer in einem sozialen Kontext eingebettet“, erklärte die BBAW-Referentin.’

AI, Art and Nature

Am 4. November 2019 ko-moderierte ich das Event “AI, Art and Nature” der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Wir luden die KI-Künstler Anna Dumitriu, Alex May und Peter Freund ein (auch Adam Harvey, der leider wegen einer Erkrankung nicht teilnehmen konnte), um mit den Medien- und Kunstwissenschaftlern Nausikaä El-Mecky, Ingeborg Reichle und Thomas Bächle ins Gespräch zu kommen. Dafür wählten wir ein dynamisches Konzept von Break-Out-Sessions, die in verschiedenen Konstellation immer wieder einen anderen Künstler mit einem anderen Wissenschaftler zusammenbrachten

Isabella Hermann, Peter Freund, Alex Max, Anna Dumitriu, Friederike Krippner (v.l.n.r.)

Im Deutschlandfunk Kultur sprach ich im Interview vor der Veranstaltung.

Nausikaä El-Mecky, Peter Freund, Isabella Hermann (v.l.n.r.)

KI und Ethik auf dem ASQF Quality Day

Beim 6. Quality Day des Arbeitskreises Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF), der beim Fraunhofer Fokus am 19. November 2019 in Berlin stattfand, sprach ich über KI und Ethik. Fazit: Inhärent ethische Maschinen gibt es nicht, weil Ethik zu komplex ist, um sie “von” oben in Maschinen zu programmieren oder “von unten” durch Mustererkennung aus Daten zu “erlernen”. Im Nachgang gab ich dem SQ Magazin ein Interview zu KI und Verantwortung.

Weltraumutopien auf dem Science&Fiction Festival in München

Am 19. Oktober 2019 war ich auf dem Science&Fiction Festival von Ronit Wolf ins Deutsche Museum nach München für meinen ersten Science Slam eingeladen – das Thema: “Dare Utopia Outer Space” über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten utopischer Vorstellungen in Science-Fiction-Filmen im Weltraum…

Auch in ferner utopischer Zukunft geben ältere weiße Männer im Erstkontakt mit Außerirdischen den Ton an 😉