Author Archives: isabellahermann

Aspen AI mit Martin Ford und Wendy Hall

Im Rahmen der Aspen AI Week 2020 moderierte ich am 11. Dezember eine Two-on-One Conversation mit Martin Ford (Autor von Rise of the Robots) und Dame Wendy Hall (Regius Professor of Computer Science an der University of Southampton).

Themen der Konversation waren die Einrichtung von Data Trusts, die Auswirkung von Künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft und Arbeitswelt sowie Reformen für die Bildungssysteme.

Martin Ford and Dame Wendy Hall

Berlin Sci-fi goes online

Das Berlin Sci-fi Filmfest sollte am 27./28. November 2020 wie die letzten drei Jahre live im historischen Kino Babylon in Berlin Mitte stattfinden – mit Red Carpet, Exhibits, Events, Panels und viel Platz fürs Networken in der Lobby…but: Corona killed the Festival-Star

So sind wir kurzerhand auf die Streaming-Plattform Xerb.tv umgestiegen und boten dort eine einwöchige online Festival-Experience mit ausgewählten Film-Sessions, virtuellen Meet-ups der Filmemacher und natürlich den Jury Awards! Hier gehts zu unserem Awards-Video mit Ausschnitten der Gewinnerfilme: Video

Im Zuge des Festivals freuten wir uns über schöne Beiträge auf der Deutschen Welle und in der FAZ.

Unser Berlin Sci-fi Kick-off event mit Filmmachern und uns Filmdirektoren zum Erfahrungsaustausch.

AI Visions and Narratives in Berlin

Am 17. und 18. September 2020 fand in Berlin die Konferenz “AI Visions and Narratives” des Present Futures Forum der TU Berlin in Kooperation mit dem
Leverhulme Centre for the Future of Intelligence (CFI) der University of Cambridge statt. Zusammen mit Kanta Dihal, Christopher Coenen und Wenzel Mehnert war ich Teil des Eröffnungspanels zum Thema “Imagining the future: fiction”. In meinen Talk wies ich auf die Diskrepanz zwischen der Darstellung von Künstlicher Intelligenz in Filmen als allmächtige Maschinen oder menschliche Roboter und den bereits existierenden Risiken durch KI wie Diskriminierung und Überwachung hin. Maschinen und Roboter im Filmen sollten metaphorisch gedeutet werden – nicht als reale technische Möglichkeit.

Science-Fiction in Nature Machine Intelligence

In der 2020er November-Ausgabe von Nature Machine Intelligence veröffentlichte ich den Kommentar “Beware of fictional AI narratives”. In dem Beitrag äußere ich die Besorgnis, dass Künstliche Intelligenz in der Science-Fiction als tatsächliche Darstellung der Technik zu wörtlich genommen wird (z.B. dass Maschinen tatsächlich Akteursqualitäten entwickeln), und so von den realen aktuellen Herausforderungen wie Überwachung und Diskriminierung durch KI-Systeme abgelenkt wird. Dabei handelt es sich bei den Maschinen und Robotern in der Science-Fiction um Metaphern für menschliche und soziale Problematiken.

Science-Fiction zum Anhören in der Edition Zukunft

Für den Podcast “Edition Zukunft” von Der Standard sprach ich mit Olivera Stajić darüber, was wir von Science-Fiction über Politik lernen können.

Hier der Teaser: Die Wechselwirkung zwischen Science-Fiction und Forschung und Gesellschaft ist bekannt. Oft sind neue Technologien von Filmen und den Gimmicks, die dort imaginiert werden, inspiriert. Meist sei das ethisch unproblematisch. Doch manchmal geht es auch um bedenkliche Entwicklungen, die unreflektiert übernommen werden, sagt die Politologin Isabella Hermann und nennt dabei Beispiele wie die Gesichtserkennung oder Implantate. Hermann untersucht, wie in der Science-Fiction – dem Genre der Zukunft – der technische Fortschritt dargestellt wird, welche Auswirkungen Technik auf die uns bekannten sozialpolitischen Strukturen hat und was uns das alles über die Werteverständnisse unserer Gegenwart verrät.

Science-Fiction als Gegenwartskommentar bei 1e9

Im Juli 2020 gab ich Aleksandra Sowa (alias Kryptomania) für 1e9 ein Interview zum Thema, ob und wie uns Science-Fiction in und nach Krisenzeiten als Wegweiser und Begleiter dienen kann.

#tldr: Science-Fiction hilft uns mehr bei der Diagnose als bei der Therapie unserer Probleme – dies zu reflektieren und zu diskutieren, kann uns aber bei der Lösungsfindung helfen.

Utopias for a digital Society

V.l.n.r.: Dr. Isabella Hermann, Dr. Benedikt Fecher, Bronwen Deacon und Christian Grauvogel
HIIG_Exhibition_twentyforty_-_Utopias_for_a_Digital_Society_Docu_©_Mathias_Voelzke

Am 2. Juli 2020 wurde die Ausstellung zu dem “twentyforty”-Projekt mit meinem Beitrag “The Manifesto” in Berlin mit einer Panelveranstaltung eröffnet, auf das ich als Autorin eingeladen war. Im morbid-charmanten Autoscooter vor der verfallenden Kulisse des Haus der Statistik feierten wir Mitten in der Corona-Krise Geschichten einer utopischen Zukunft.

The Manifesto in the year 2040

Im Mai 2019 nahm ich mit rund einem dutzend weiteren internationalen Wissenschaftler*innen auf Einladung des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft am “twentyforty”-Projekt teil. Wir waren für fünf Tage in einem Workation-Retreat in Brandenburg eingeladen, um mit einem Creative-Coach and einer Workflow-Trainerin fiktive utopische Stories (keine wissenschaftlichen Texte!) über Digitalisierung und KI für einen gemeinsamen Sammelband zu schreiben. Die Veröffentlichung wurde mit einer Ausstellung und Vernissage gefeiert.

Die teilnehmenden Wissenschaftler*innen und Projektverantwortlichen vom HIIG des Projekts “twentyforty”.

In meiner Geschichte mit dem Titel “The Manifesto” leben wir in der Zukunft in einer von KI-Systemen optimierten Welt – wir können nur gegensteuern, indem wir Fehler in die Algorithmen einbauen: “The short story “The Manifesto” shows us how far artificial intelligence (AI) has progressed by the year 2040 from the perspective of an entry from the official “European Political Information Service.” AI basically means optimization. Accordingly, applying AI-based systems when it comes to social life means trying to make our lives more efficient. The underlying rationale of all kinds of social algorithms is that we can solve social problems technologically if we only have enough data and computing power. But what is the goal of this optimization and strive for efficiency? Is it really what is important for us in our lives, or is it rather the goals of companies and states that are hardwired into the software? Will we become increasingly unfree, other-directed, and intellectually bored without even noticing it? Will humans ultimately become like machines?”

Zum Projekt spreche ich auch im Podcast Europarama; außerdem gibt es eine Verfilmung von Helena Kühnemann und Kathrin Unger von “The Manifesto”

Science-Fiction und Stadtentwicklung

Am 20. Februar war ich Teil des Panels der Veranstaltung “Visionen der vernetzten Stadt” beim Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG). Die Veranstaltung ist ist Teil der Reihe digital macht stadt, ein Kooperationsprojekt des Hybrid Space Lab und des HIIG, das die aktuellen Entwicklungen an der Schnittstelle von Städten und digitalen Technologien untersucht.

Moderator Benjamin Knödler, Isabella Hermann, Rosa Thoneick, Melanie Humann, Elke Plate

Mein Beitrag war es zu kommentieren, was uns das Science-Fiction-Genre über zukünftige Stadtentwicklung zu sagen hat. Meine Anwort: Über die Zukunft nicht viel – aber Science-Fiction legt als Gedankenexperiment und kritischer Gegenwartskommentar den Finger in die Wunde der aktuellen Herausforderungen!